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Versicherung · Unfall

Unfall: Wenn ein Moment alles verändert.

Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur bei der Arbeit und auf dem direkten Weg dorthin. Die meisten Unfälle passieren aber in der Freizeit, im Haushalt und beim Sport.

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Wie wichtig ist das für dich?Wichtig: Für die meisten sinnvoll, je nach Lebenslage

Für die meisten sinnvoll: Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur im Job und auf dem Arbeitsweg, nicht in der Freizeit. Besonders wichtig für Kinder und alle, die keine BU bekommen.

PflichtMust-haveWichtigOptional

Kurz gesagt

Die private Unfallversicherung zahlt bei dauerhafter Invalidität nach einem Unfall eine Einmalzahlung, abhängig von Grundsumme, Invaliditätsgrad und Progression. Sie ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung, ist aber besonders für Kinder, Selbstständige und Menschen mit Risikohobbys sinnvoll.

  1. 01Selbst rechnen
  2. 02Das Problem: Die meisten Unfälle passieren dort, wo du nicht gesetzlich versichert bist
  3. 03Worum es wirklich geht: Wenn ein Moment alles verändert
  4. 04Was die Unfallversicherung leistet
  5. 05Unfall oder BU?
  6. 06Gliedertaxe, Grundsumme und Progression einfach erklärt
  7. 07Die Gliedertaxe: Was der Verlust eines Körperteils wert ist
  8. 08Welche Bausteine wirklich zählen
  9. 09Leistungs-Check
  10. 10Rechenbeispiel: Was die Progression ausmacht
  11. 11Profiwissen: Woran Unfallversicherungen im Ernstfall scheitern
  12. 12Vergleichsportal, Agentur oder Kanzlei?
  13. 13Das Wichtigste auf einen Blick
  14. 14Häufige Fragen
Interaktiver Rechner

Was zahlt die Unfallversicherung?

Grundsumme, Progression und Invaliditätsgrad: So entsteht die Einmalzahlung.

Beispiel mit typischen Progressionstabellen. Die genaue Tabelle unterscheidet sich je nach Versicherer.

02Das Problem: Die meisten Unfälle passieren dort, wo du nicht gesetzlich versichert bist

Viele glauben, sie seien gegen Unfälle ja „über die Arbeit“ abgesichert. Das stimmt nur zum Teil. Die gesetzliche Unfallversicherung greift ausschließlich bei Arbeitsunfällen, auf dem direkten Weg zur Arbeit und zurück sowie bei Kindern in Kita und Schule. Sobald du privat unterwegs bist, beim Sport, im Haushalt, im Urlaub oder auf dem Umweg zum Bäcker, gilt sie nicht.

Genau dort passieren aber die meisten Unfälle. Ein Sturz von der Leiter beim Fensterputzen, ein Unfall beim Skifahren oder ein Fahrradsturz am Wochenende kann zu bleibenden Schäden führen. Dann kommen plötzlich Kosten auf dich zu, die keine Krankenkasse übernimmt: der Umbau der Wohnung, ein barrierefreies Auto, Haushaltshilfe oder schlicht die finanzielle Lücke, weil sich das Leben verändert hat.

Für Kinder ist das Thema besonders wichtig. Sie sind in der Freizeit überhaupt nicht gesetzlich unfallversichert und haben noch keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Ein schwerer Unfall im Kindesalter kann das ganze Leben prägen.

03Worum es wirklich geht: Wenn ein Moment alles verändert

Ein Sturz vom Fahrrad, ein Fehltritt beim Wandern, ein Unfall beim Sport. Die meisten Unfälle sind harmlos. Aber wenn einer bleibende Folgen hat, verändert sich das Leben mit einem Schlag: Die Wohnung braucht eine Rampe, das Auto einen Umbau, der Alltag Hilfe. Genau dafür ist die Unfallversicherung da. Sie zahlt kein Einkommen wie die BU, sondern das Geld, um das Leben an die neue Situation anzupassen.

Die Angst dahinter
  • Mein Kind hat einen Unfall beim Spielen und ist danach dauerhaft eingeschränkt.
  • Der Umbau von Wohnung und Auto frisst unser Erspartes.
  • Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nicht, weil es in der Freizeit passiert ist.
Der Wunsch dahinter
  • Eine Summe, die sofort Freiheit schafft: für Umbau, Hilfsmittel, Therapie.
  • Eine Rente, die mein Kind ein Leben lang begleitet.
  • Hilfe, die vom ersten Tag an organisiert wird.
Felix Schmidt
Felix' Tipp aus der Praxis

Für Kinder ist die Unfallversicherung oft der erste Baustein. In Kita und Schule sind sie gesetzlich versichert, in der Freizeit nicht.

04Was die Unfallversicherung leistet

Du in der Freizeit
InvaliditätsleistungEinmalzahlung bei bleibenden Schäden, zum Beispiel nach einem Skiunfall
ProgressionBei schweren Fällen ein Vielfaches der Grundsumme
BergungRettung per Hubschrauber nach dem Sturz in den Bergen
Kosmetische OperationenNarben nach einem Unfall im Gesicht
UnfallrenteMonatliche Rente ab einem hohen Invaliditätsgrad
KrankenhaustagegeldEin fester Betrag pro Tag im Krankenhaus
im Grundschutznur mit Zusatzbaustein

Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin. Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit.

05Unfall oder BU?

Die meisten Berufsunfähigkeiten entstehen durch Krankheit, nicht durch Unfälle. Deshalb gilt: Zuerst die Berufsunfähigkeit, dann die Unfallversicherung als Ergänzung. Für Kinder ist die Unfallversicherung oft der erste Schritt.

06Gliedertaxe, Grundsumme und Progression einfach erklärt

Die private Unfallversicherung zahlt vor allem eine Einmalleistung bei dauerhafter Invalidität. Wie hoch sie ausfällt, hängt von drei Dingen ab:

  1. Invaliditätsgrad: Wie stark ist die dauerhafte Beeinträchtigung? Für Arme, Beine, Augen und andere Körperteile legt die sogenannte Gliedertaxe feste Prozentsätze fest, zum Beispiel einen bestimmten Wert für den Verlust einer Hand oder eines Auges.
  2. Grundsumme: Der Betrag, der bei 100 % Invalidität ohne Progression gezahlt würde.
  3. Progression: Ab einem bestimmten Invaliditätsgrad steigt die Leistung überproportional. Bei 225 % Progression zahlt die Versicherung bei voller Invalidität das 2,25-fache der Grundsumme.

Gute Tarife haben eine verbesserte Gliedertaxe mit höheren Prozentsätzen als der Branchenstandard. Gerade für Berufe, in denen bestimmte Körperteile besonders wichtig sind, etwa die Hände bei Zahnärzten oder Chirurgen, lohnt sich ein genauer Blick.

07Die Gliedertaxe: Was der Verlust eines Körperteils wert ist

Die Gliedertaxe ist das Herzstück jeder Unfallversicherung. Sie legt fest, mit wie viel Prozent Invalidität der vollständige Verlust oder die völlige Funktionsunfähigkeit eines Körperteils bewertet wird. Bei teilweisem Verlust gilt der entsprechende Anteil. Die Werte unten stammen aus den Musterbedingungen, gute Tarife setzen sie deutlich höher an:

Animation · GliedertaxeInvaliditätsgrad nach Gliedertaxe der Musterbedingungen
Arm70 %
Bein über der Mitte des Oberschenkels70 %
Hand55 %
Auge50 %
Fuß40 %
Daumen20 %
Zeigefinger10 %
So wird gerechnetVerlust einer Hand: 55 % × 200.000 € Grundsumme = 110.000 €, mit Progression deutlich mehr.
Werte aus den Musterbedingungen (AUB) für den vollständigen Verlust oder die völlige Funktionsunfähigkeit. Gute Tarife haben eine verbesserte Gliedertaxe mit höheren Werten.

08Welche Bausteine wirklich zählen

Must-have
Ausreichende Grundsumme mit Progression

Die Leistung muss einen Umbau von Wohnung und Auto tragen können.

Wichtig
Verbesserte Gliedertaxe

Höhere Werte für Hand, Arm oder Auge, als die Standardtabelle vorsieht.

Wichtig
Infektionen, Zeckenbiss, Eigenbewegung

Viele Alltagsverletzungen fallen nur in guten Tarifen unter den Unfallbegriff.

Wichtig
Mitwirkung von Vorerkrankungen erst spät anrechnen

Sonst wird bei Vorerkrankungen gekürzt.

Optional
Unfallrente, Krankenhaustagegeld

Gute Ergänzungen, aber kein Ersatz für eine BU.

09 · Leistungs-Check
Leistungs-Check

Wie gut ist dein Vertrag?

Tippe an, was dein aktueller Vertrag schon kann. Du siehst sofort, wo Lücken sind.

  • Grundsumme passendmind. 100.000 € für Erwachsene
  • Progression225 % oder mehr
  • Verbesserte Gliedertaxehöhere Prozentsätze
  • Infektionen durch ZeckenbissBorreliose, FSME
  • BergungskostenHubschrauber, Rettung
  • Kosmetische Operationennach Unfall

Die Kriterien sind eine Orientierung. Ob ein Punkt für dich wichtig ist, hängt von deiner Situation ab.

10Rechenbeispiel: Was die Progression ausmacht

Angenommen, ein Unfall führt zu einem Invaliditätsgrad von 55 %. Versichert ist eine Grundsumme von 150.000 €:

Ohne Progression: 150.000 € × 55 %82.500 €
Mit 225 % Progression: 25 % + 2 × 25 % + 3 × 5 % = 90 %× 90 %
Leistung mit Progression135.000 €

Beispiel mit einer typischen 225-%-Progressionstabelle. Die genauen Staffeln unterscheiden sich je nach Versicherer.

11Profiwissen: Woran Unfallversicherungen im Ernstfall scheitern

  1. Fristen. Nach den Musterbedingungen muss die Invalidität innerhalb fester Fristen eintreten, ärztlich festgestellt und beim Versicherer geltend gemacht werden, typischerweise binnen 15 Monaten nach dem Unfall. Wer das verpasst, bekommt nichts, auch wenn die Verletzung eindeutig ist. Gute Tarife geben deutlich mehr Zeit.
  2. Mitwirkende Krankheiten. Hat eine Vorerkrankung, etwa Arthrose im Knie, zur Verletzung beigetragen, darf der Versicherer kürzen, in den Musterbedingungen schon ab 25 % Mitwirkung. Gute Tarife kürzen erst ab 50 % oder gar nicht.
  3. Eigenbewegung und Kraftanstrengung. Umknicken beim Joggen, Bänderriss beim Heben: Ein klassischer Unfall braucht ein Ereignis von außen. Gute Tarife zählen auch erhöhte Kraftanstrengung und Eigenbewegungen als Unfall.
  4. Was kein Unfall ist. Herzinfarkt, Schlaganfall und Bandscheibenvorfall gelten in der Regel nicht als Unfall, auch wenn sie plötzlich kommen. Genau deshalb ersetzt die Unfallversicherung keine BU.

Diese vier Punkte prüfe ich bei jedem Vertrag zuerst, weil sie über Leistung oder Ablehnung entscheiden, nicht der Preis.

12Vergleichsportal, Agentur oder Kanzlei?

Bei der Unfallversicherung gibt es Konzepte ohne Gesundheitsfragen und mit Unfallrente mit 10 Jahren Rentengarantie. Das ist gerade für Menschen mit Vorerkrankungen ein großer Unterschied.

Für diese Sparte habe ich zusätzlich exklusive Deckungskonzepte: Tarife, die große Premium-Versicherer nur für einen Maklerverbund aufgelegt haben. Mehr Leistung, feste Garantien und oft ein niedrigerer Beitrag, und das alles gibt es weder im Vergleichsportal noch bei der Agentur um die Ecke.

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13Das Wichtigste auf einen Blick

Das nimmst du mit
  • Wichtig, weil die gesetzliche Unfallversicherung in der Freizeit nicht zahlt, besonders für Kinder.
  • Grundsumme und Progression entscheiden über die Leistung im schweren Fall.
  • Sie ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn die meisten Fälle sind Krankheiten.
  • Über exklusive Konzepte: Abschluss ohne Gesundheitsfragen möglich.

14Häufige Fragen

Brauche ich eine Unfallversicherung?
Sie ist eine sinnvolle Ergänzung, ersetzt aber keine BU. Besonders wichtig ist sie für Kinder, da sie in der Freizeit nicht gesetzlich unfallversichert sind.
Was ist die Progression?
Sie erhöht die Leistung bei hohem Invaliditätsgrad überproportional, zum Beispiel auf das 2,25-fache der Grundsumme bei voller Invalidität.
Zahlt die Unfallversicherung auch bei Krankheit?
Nein, nur bei Unfällen. Für Krankheit ist die Berufsunfähigkeitsversicherung zuständig.
Für wen ist eine private Unfallversicherung besonders sinnvoll?
Für Kinder, für Menschen ohne Berufsunfähigkeitsversicherung, für Selbstständige und für alle mit aktiven Hobbys wie Radfahren, Reiten oder Skifahren.
Was ist die Gliedertaxe?
Eine Tabelle im Vertrag, die festlegt, welcher Invaliditätsgrad beim Verlust oder der Funktionsunfähigkeit bestimmter Körperteile angesetzt wird.
Wie hoch sollte die Grundsumme sein?
Für Erwachsene oft mindestens 100.000 € mit Progression, für Kinder eher mehr, weil sie ein ganzes Leben mit den Folgen leben müssen.
Zahlt die Unfallversicherung auch bei Sportunfällen?
Ja, Unfälle beim Freizeitsport sind in der Regel versichert. Bestimmte Risikosportarten können ausgeschlossen sein.
Wie lange habe ich Zeit, eine Invalidität zu melden?
Nach den Musterbedingungen typischerweise 15 Monate ab dem Unfall: In dieser Zeit muss die Invalidität ärztlich festgestellt und beim Versicherer geltend gemacht werden. Gute Tarife verlängern diese Fristen deutlich. Melde einen Unfall deshalb immer sofort, auch wenn er zunächst harmlos wirkt.
Ist eine Unfallversicherung für Kinder sinnvoll?
Oft ja, denn die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur in Kita, Schule und auf dem Weg dorthin, nicht in der Freizeit. Dort passieren die meisten Unfälle.
Brauche ich eine Unfallversicherung, wenn ich eine BU habe?
Die BU ist wichtiger und deckt auch Krankheiten ab. Eine Unfallversicherung kann ergänzen, etwa für eine Einmalzahlung bei bleibenden Schäden.
Ist die Unfallversicherung steuerlich absetzbar?
Als sonstige Vorsorgeaufwendungen. Der Anteil für berufliche Unfälle ist als Werbungskosten absetzbar.
Felix Schmidt
Über den AutorFelix Schmidt

Ungebundener Finanzberater aus Heide. Seit über 12 Jahren begleitet er Akademikerinnen und Akademiker, mehr als 1.000 Mandanten deutschlandweit, ungebunden mit einer Auswahl aus über 310 Partnern. 5,0 Sterne bei 77 Google-Bewertungen. Mehr über Felix →

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77 Rezensionen. 5,0 von 5 Sternen.

Keine bezahlten Testimonials, sondern echte Stimmen von Menschen, die ich begleite. Nachlesbar bei Google.

S
Sören L.vor 2 Jahren
Der Service/Kontakt bei Schäden oder Fragen rund um die Versicherungen ist jederzeit, auch am Wochenende, hervorragend, man ist rundum versorgt und muss sich quasi um „nichts“ mehr kümmern.
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M
Marc H.vor 2 Jahren
Sehr nett und zuverlässig. Fragen werden schnell beantwortet. Für Leute die sich nicht mit Versicherungen auskennen oder den Überblick verloren haben, kann ich es nur empfehlen!
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N. M.vor einem Jahr
Mein Partner und ich sind bei Felix und wir fühlen uns rundum ideal betreut. Alles was für gewöhnlich ein zähes und super komplexes Thema ist, wurde uns von Felix super aufgeschlüsselt und er hat alles komplett übernommen.
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K
Kim J.vor 3 Wochen
Hervorragend Beratung. Es wird einem alles so erklärt, dass man wirklich alles verstehen kann. Herr Schmidt ist ein absolut umgänglicher Mensch, man fühlt sich sehr gut aufgehoben.
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J
Johanna L.vor 7 Monaten
Ich bin wirklich froh, mich für die Beratung bei Felix entschieden zu haben. Von Anfang an hatte ich ein sehr gutes Gefühl – ehrlich, transparent und auf Augenhöhe.
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R
Rebecca K.vor 3 Monaten
Einfach super tolle Begleitung und Beratung in Bezug auf verschiedenste Themen. Was ich am besten finde, ist die Transparenz bei allem, was erklärt und an Verträgen abgeschlossen wird!
Rezension auf Google

Auszüge aus echten Google-Rezensionen, teils gekürzt, Namen abgekürzt. Bewertungen von Teammitgliedern sind nicht berücksichtigt.

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