02Das Problem: Die meisten Unfälle passieren dort, wo du nicht gesetzlich versichert bist
Viele glauben, sie seien gegen Unfälle ja „über die Arbeit“ abgesichert. Das stimmt nur zum Teil. Die gesetzliche Unfallversicherung greift ausschließlich bei Arbeitsunfällen, auf dem direkten Weg zur Arbeit und zurück sowie bei Kindern in Kita und Schule. Sobald du privat unterwegs bist, beim Sport, im Haushalt, im Urlaub oder auf dem Umweg zum Bäcker, gilt sie nicht.
Genau dort passieren aber die meisten Unfälle. Ein Sturz von der Leiter beim Fensterputzen, ein Unfall beim Skifahren oder ein Fahrradsturz am Wochenende kann zu bleibenden Schäden führen. Dann kommen plötzlich Kosten auf dich zu, die keine Krankenkasse übernimmt: der Umbau der Wohnung, ein barrierefreies Auto, Haushaltshilfe oder schlicht die finanzielle Lücke, weil sich das Leben verändert hat.
Für Kinder ist das Thema besonders wichtig. Sie sind in der Freizeit überhaupt nicht gesetzlich unfallversichert und haben noch keinen Anspruch auf eine Erwerbsminderungsrente. Ein schwerer Unfall im Kindesalter kann das ganze Leben prägen.
03Worum es wirklich geht: Wenn ein Moment alles verändert
Ein Sturz vom Fahrrad, ein Fehltritt beim Wandern, ein Unfall beim Sport. Die meisten Unfälle sind harmlos. Aber wenn einer bleibende Folgen hat, verändert sich das Leben mit einem Schlag: Die Wohnung braucht eine Rampe, das Auto einen Umbau, der Alltag Hilfe. Genau dafür ist die Unfallversicherung da. Sie zahlt kein Einkommen wie die BU, sondern das Geld, um das Leben an die neue Situation anzupassen.
- Mein Kind hat einen Unfall beim Spielen und ist danach dauerhaft eingeschränkt.
- Der Umbau von Wohnung und Auto frisst unser Erspartes.
- Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nicht, weil es in der Freizeit passiert ist.
- Eine Summe, die sofort Freiheit schafft: für Umbau, Hilfsmittel, Therapie.
- Eine Rente, die mein Kind ein Leben lang begleitet.
- Hilfe, die vom ersten Tag an organisiert wird.

Für Kinder ist die Unfallversicherung oft der erste Baustein. In Kita und Schule sind sie gesetzlich versichert, in der Freizeit nicht.
04Was die Unfallversicherung leistet
Die gesetzliche Unfallversicherung gilt nur bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin. Die meisten Unfälle passieren in der Freizeit.
05Unfall oder BU?
Die meisten Berufsunfähigkeiten entstehen durch Krankheit, nicht durch Unfälle. Deshalb gilt: Zuerst die Berufsunfähigkeit, dann die Unfallversicherung als Ergänzung. Für Kinder ist die Unfallversicherung oft der erste Schritt.
06Gliedertaxe, Grundsumme und Progression einfach erklärt
Die private Unfallversicherung zahlt vor allem eine Einmalleistung bei dauerhafter Invalidität. Wie hoch sie ausfällt, hängt von drei Dingen ab:
- Invaliditätsgrad: Wie stark ist die dauerhafte Beeinträchtigung? Für Arme, Beine, Augen und andere Körperteile legt die sogenannte Gliedertaxe feste Prozentsätze fest, zum Beispiel einen bestimmten Wert für den Verlust einer Hand oder eines Auges.
- Grundsumme: Der Betrag, der bei 100 % Invalidität ohne Progression gezahlt würde.
- Progression: Ab einem bestimmten Invaliditätsgrad steigt die Leistung überproportional. Bei 225 % Progression zahlt die Versicherung bei voller Invalidität das 2,25-fache der Grundsumme.
Gute Tarife haben eine verbesserte Gliedertaxe mit höheren Prozentsätzen als der Branchenstandard. Gerade für Berufe, in denen bestimmte Körperteile besonders wichtig sind, etwa die Hände bei Zahnärzten oder Chirurgen, lohnt sich ein genauer Blick.
07Die Gliedertaxe: Was der Verlust eines Körperteils wert ist
Die Gliedertaxe ist das Herzstück jeder Unfallversicherung. Sie legt fest, mit wie viel Prozent Invalidität der vollständige Verlust oder die völlige Funktionsunfähigkeit eines Körperteils bewertet wird. Bei teilweisem Verlust gilt der entsprechende Anteil. Die Werte unten stammen aus den Musterbedingungen, gute Tarife setzen sie deutlich höher an:
08Welche Bausteine wirklich zählen
Die Leistung muss einen Umbau von Wohnung und Auto tragen können.
Höhere Werte für Hand, Arm oder Auge, als die Standardtabelle vorsieht.
Viele Alltagsverletzungen fallen nur in guten Tarifen unter den Unfallbegriff.
Sonst wird bei Vorerkrankungen gekürzt.
Gute Ergänzungen, aber kein Ersatz für eine BU.
Wie gut ist dein Vertrag?
Tippe an, was dein aktueller Vertrag schon kann. Du siehst sofort, wo Lücken sind.
- Grundsumme passendmind. 100.000 € für Erwachsene
- Progression225 % oder mehr
- Verbesserte Gliedertaxehöhere Prozentsätze
- Infektionen durch ZeckenbissBorreliose, FSME
- BergungskostenHubschrauber, Rettung
- Kosmetische Operationennach Unfall
Die Kriterien sind eine Orientierung. Ob ein Punkt für dich wichtig ist, hängt von deiner Situation ab.
10Rechenbeispiel: Was die Progression ausmacht
Angenommen, ein Unfall führt zu einem Invaliditätsgrad von 55 %. Versichert ist eine Grundsumme von 150.000 €:
Beispiel mit einer typischen 225-%-Progressionstabelle. Die genauen Staffeln unterscheiden sich je nach Versicherer.
11Profiwissen: Woran Unfallversicherungen im Ernstfall scheitern
- Fristen. Nach den Musterbedingungen muss die Invalidität innerhalb fester Fristen eintreten, ärztlich festgestellt und beim Versicherer geltend gemacht werden, typischerweise binnen 15 Monaten nach dem Unfall. Wer das verpasst, bekommt nichts, auch wenn die Verletzung eindeutig ist. Gute Tarife geben deutlich mehr Zeit.
- Mitwirkende Krankheiten. Hat eine Vorerkrankung, etwa Arthrose im Knie, zur Verletzung beigetragen, darf der Versicherer kürzen, in den Musterbedingungen schon ab 25 % Mitwirkung. Gute Tarife kürzen erst ab 50 % oder gar nicht.
- Eigenbewegung und Kraftanstrengung. Umknicken beim Joggen, Bänderriss beim Heben: Ein klassischer Unfall braucht ein Ereignis von außen. Gute Tarife zählen auch erhöhte Kraftanstrengung und Eigenbewegungen als Unfall.
- Was kein Unfall ist. Herzinfarkt, Schlaganfall und Bandscheibenvorfall gelten in der Regel nicht als Unfall, auch wenn sie plötzlich kommen. Genau deshalb ersetzt die Unfallversicherung keine BU.
Diese vier Punkte prüfe ich bei jedem Vertrag zuerst, weil sie über Leistung oder Ablehnung entscheiden, nicht der Preis.
12Vergleichsportal, Agentur oder Kanzlei?
Bei der Unfallversicherung gibt es Konzepte ohne Gesundheitsfragen und mit Unfallrente mit 10 Jahren Rentengarantie. Das ist gerade für Menschen mit Vorerkrankungen ein großer Unterschied.
Für diese Sparte habe ich zusätzlich exklusive Deckungskonzepte: Tarife, die große Premium-Versicherer nur für einen Maklerverbund aufgelegt haben. Mehr Leistung, feste Garantien und oft ein niedrigerer Beitrag, und das alles gibt es weder im Vergleichsportal noch bei der Agentur um die Ecke.
Felix Schmidt Finanzkanzleiungebunden + exklusive KonzepteVergleichsportale und Agenturen sind legitime Wege. Der Unterschied liegt in Auswahl, exklusiven Konzepten und darin, wer im Schadenfall an deiner Seite steht.
Premium-Versicherer haben für einen ausgewählten Kreis von Maklern eigene Tarife aufgelegt. Ich prüfe, ob dein Vertrag damit besser und günstiger geht.
- Mehr Leistungals in Standardtarifen derselben Versicherer
- Markt- & Leistungsgarantiezahlt, was der beste Tarif am Markt zahlen würde
- Bis zu 10 % weniger Beitragbeim Umdecken mit Portfolio Protect
- Nicht frei erhältlichweder online noch bei der Agentur
13Das Wichtigste auf einen Blick
- Wichtig, weil die gesetzliche Unfallversicherung in der Freizeit nicht zahlt, besonders für Kinder.
- Grundsumme und Progression entscheiden über die Leistung im schweren Fall.
- Sie ersetzt keine Berufsunfähigkeitsversicherung, denn die meisten Fälle sind Krankheiten.
- Über exklusive Konzepte: Abschluss ohne Gesundheitsfragen möglich.