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Ratgeber · Vermögen

ETF-Sparplan: Wie viel ist genug?

Die ehrliche Antwort: Es hängt an deinem Ziel. Hier rechnen wir es einmal durch, von der Rentenlücke bis zur monatlichen Sparrate.

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Kurz gesagt

Im Beispiel aus dem Rentenlücken-Ratgeber fehlen mit 67 rund 2.900 € im Monat. Um das 20 Jahre lang zu decken, braucht es rund 523.000 € Kapital. Bei 6 % Rendite sind das 367 € im Monat ab 32, aber 957 € im Monat ab 45. Früher starten ist der größte Hebel.

  1. 01Das Problem: „Irgendwas sparen“ ist kein Plan
  2. 02Schritt 1: Das Ziel in Euro
  3. 03Schritt 2: Die nötige Sparrate
  4. 04Jetzt selbst rechnen
  5. 05So wächst ein Sparplan
  6. 06Nur ETF oder mit Förderung?
  7. 07Was jedes Jahr Warten kostet
  8. 08Welche Rendite ist realistisch?
  9. 09Was Kosten an deinem Ergebnis ändern
  10. 10Die Sparrate mitwachsen lassen
  11. 11In 5 Schritten zu deiner Sparrate
  12. 12Mythos oder Fakt?
  13. 13Häufige Fragen

01Das Problem: „Irgendwas sparen“ ist kein Plan

Die meisten Sparpläne entstehen nach Gefühl. 100 € klingen vernünftig, 200 € auch. Ob das am Ende reicht, weiß niemand. Erst wenn das Ziel in Euro feststeht, lässt sich die nötige Sparrate berechnen, und die Antwort ist oft überraschend.

Der wichtigste Faktor dabei ist nicht die Rendite und nicht der perfekte ETF, sondern die Zeit. Über Jahrzehnte erwirtschaftet der Zinseszins einen immer größeren Teil des Vermögens. In den späten Jahren wächst das Depot stärker durch Erträge als durch deine Einzahlungen. Wer spät anfängt, verliert genau diese Jahre.

02Schritt 1: Das Ziel in Euro

Aus der Rentenlücke wird ein Kapitalziel: Wie viel Geld musst du mit 67 haben, um 20 Jahre lang monatlich 2.900 € zu entnehmen? Mit angenommenen 3 % Rendite in der Entnahmephase sind das:

Monatliche Lücke ab 672.900 €
Dauer der Entnahme20 Jahre
Benötigtes Kapital mit 67≈ 523.000 €
Felix Schmidt
Felix' Tipp aus der Praxis

Erhöh den Sparplan automatisch um 3 % pro Jahr, eine sogenannte Dynamik. Du merkst es kaum, das Ergebnis aber deutlich.

03Schritt 2: Die nötige Sparrate

Start mitSpardauerSparrate pro Monat*
3235 Jahre367 €
4522 Jahre957 €

Der Unterschied: 13 Jahre später anfangen heißt, dass die Sparrate auf fast das 2,6-fache steigt.

Start mit 32
367 € / Monat
Start mit 45
957 € / Monat
04 · Jetzt selbst rechnen
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Voreingestellt: 367 € über 35 Jahre, das Beispiel aus diesem Ratgeber. Wie weit kommst du mit deiner Rate?

Beispielrechnung vor Kosten und Steuern. Renditen sind nicht garantiert.

05So wächst ein Sparplan

Animation · Zinseszins500 € im Monat: so wächst der Sparplan
81.900 €
nach 10 Jahren
231.000 €
nach 20 Jahren
502.300 €
nach 30 Jahren
  • Selbst eingezahlt
  • Zinsen und Erträge
Der Zinseszinsarbeitet vor allem in den späten Jahren: Zwischen Jahr 20 und 30 kommen mehr als 270.000 € dazu, eingezahlt hast du in dieser Zeit 60.000 €.
6 % Rendite p. a., monatliche Verzinsung, vor Kosten und Steuern, nicht garantiert.

Der Zinseszins arbeitet vor allem in den späten Jahren. Genau die verliert, wer spät anfängt.

06Nur ETF oder mit Förderung?

Ein Teil der Sparrate kann in geförderte Bausteine fließen, etwa ins Altersvorsorgedepot mit bis zu 30 % Zulage oder in die bAV mit Arbeitgeber-Zuschuss. Dann sinkt der Betrag, den du selbst aufbringen musst.

* Vereinfachte Beispielrechnung vor Kosten und Steuern. Annahmen: 6 % Rendite p. a. in der Ansparphase, 3 % in der Entnahmephase. Renditen sind nicht garantiert.

07Was jedes Jahr Warten kostet

Für das Ziel von rund 523.000 € mit 67 braucht es bei 6 % Rendite pro Jahr diese monatlichen Sparraten:

Animation · Was Warten kostetNötige Sparrate für rund 523.000 € mit 67
35 Jahre Spardauer367 € pro Monat
34 Jahre Spardauer393 € pro Monat
30 Jahre Spardauer521 € pro Monat
25 Jahre Spardauer755 € pro Monat
20 Jahre Spardauer1.132 € pro Monat
Fünf Jahre späterheißt nicht ein bisschen mehr sparen, sondern 42 % mehr. Zehn Jahre später: das Doppelte.
6 % Rendite p. a. in der Ansparphase, vor Kosten und Steuern, nicht garantiert.

Fünf Jahre später anfangen kostet also nicht ein bisschen mehr, sondern in diesem Beispiel rund 150 € pro Monat zusätzlich, für den Rest des Berufslebens.

* Beispielrechnung vor Kosten und Steuern, nicht garantiert.

08Welche Rendite ist realistisch?

Breit gestreute Aktienmärkte haben über lange Zeiträume historisch im Schnitt etwa 6 bis 8 % pro Jahr erzielt, mit starken Schwankungen zwischendurch. Für die Planung rechnen wir vorsichtig mit 6 % vor Kosten und Steuern. Für Ziele, die weniger als zehn Jahre entfernt sind, sollte ein Teil sicherer angelegt und mit niedrigerer Rendite gerechnet werden.

  • Schwankungen sind normal: Rückgänge von 20 bis 30 % in einem Jahr kommen vor.
  • Durchhalten ist entscheidend: Wer im Crash verkauft, realisiert Verluste.
  • Kosten zählen: 1 % mehr Kosten pro Jahr kosten über 30 Jahre einen großen Teil des Ergebnisses. Mehr dazu im Vertrags-Check.

09Was Kosten an deinem Ergebnis ändern

Ein Prozentpunkt Kosten klingt nach wenig. Über 30 Jahre ist es ein großer Teil deines Vermögens, weil die Kosten jedes Jahr vom ganzen Kapital abgehen, nicht nur von den Einzahlungen.

Animation · Kosten500 € im Monat, 30 Jahre: was Kosten ausmachen
ohne Kosten502.258 €
0,2 % Kosten pro Jahr483.467 €
1,0 % Kosten pro Jahr416.129 €
1,5 % Kosten pro Jahr379.693 €
Beispielrechnung mit 6 % Rendite pro Jahr vor Kosten, monatliche Verzinsung, ohne Steuern. Rendite nicht garantiert.

Ein breit gestreuter Welt-ETF kostet heute oft unter 0,2 % im Jahr. Bei Fondspolicen und Vermögensverwaltungen lohnt es sich, die Effektivkosten genau anzuschauen, denn auch dort gibt es bei den richtigen Anbietern sehr günstige Lösungen.

10Die Sparrate mitwachsen lassen

Du musst nicht mit der vollen Sparrate starten. Wenn du sie jedes Jahr um 3 % erhöhst, etwa mit jeder Gehaltserhöhung, reicht für dasselbe Ziel von rund 523.000 € in 35 Jahren ein deutlich kleinerer Start:

Feste Sparrate über 35 Jahre367 € im Monat
Mit 3 % Steigerung pro Jahr, Startbetrag≈ 252 € im Monat
Vorteil115 € weniger zum Start

Am einfachsten geht das mit einer automatischen Dynamik im Sparplan oder mit der 50/50-Regel bei jeder Gehaltserhöhung.

Beispielrechnung mit 6 % Rendite pro Jahr, monatlicher Verzinsung, vor Kosten und Steuern. Rendite nicht garantiert.

11In 5 Schritten zu deiner Sparrate

  1. Rentenlücke berechnen: Anleitung in 5 Schritten.
  2. Kapitalziel ableiten: Wie viel Kapital braucht es, um die Lücke 20 bis 25 Jahre zu decken?
  3. Förderung abziehen: Zulagen und Arbeitgeber-Zuschüsse senken deinen eigenen Anteil.
  4. Sparrate festlegen und automatisieren.
  5. Jährlich anpassen, zum Beispiel mit jeder Gehaltserhöhung.

12Mythos oder Fakt?

Tipp auf eine Karte, um sie umzudrehen.

Mythos„Mit 50 € im Monat lohnt sich das nicht.“Tippen für den Fakt ↻
Fakt

Über 30 Jahre werden aus 50 € monatlich bei 6 % rund 50.000 €. Jeder Euro zählt, der früh startet.

Mythos„Ich fange an, wenn ich mehr verdiene.“Tippen für den Fakt ↻
Fakt

Die Zeit, die du verlierst, kannst du später nur mit deutlich höheren Raten aufholen.

13Häufige Fragen

Wie viel sollte ich in ETFs sparen?
So viel, wie dein Ziel verlangt. Als Start nehmen viele 10 bis 15 % ihres Nettoeinkommens, die genaue Zahl ergibt sich aus Rentenlücke und Zielen.
Mit welcher Rendite kann ich rechnen?
Breit gestreute Aktien-ETFs haben historisch langfristig im Schnitt rund 6 bis 8 % pro Jahr erzielt. Für die Zukunft ist das nicht garantiert, deshalb rechne ich vorsichtig mit 6 %.
Lohnt sich ein Sparplan auch mit 45 noch?
Ja, unbedingt. Die Rate muss nur höher sein, oder Förderung und Steuervorteile müssen stärker genutzt werden.
Soll ich lieber monatlich oder einmalig investieren?
Für laufendes Einkommen ist der monatliche Sparplan ideal. Größere Einmalbeträge können je nach Situation direkt oder gestaffelt investiert werden.
Wie viele ETFs brauche ich?
Für die meisten reicht ein breit gestreuter Welt-ETF. Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch mehr Streuung.
Was ist eine Dynamik beim Sparplan?
Eine automatische jährliche Erhöhung der Sparrate, zum Beispiel um 3 %. Sie gleicht Inflation und Gehaltssteigerungen aus.
Felix Schmidt
Über den AutorFelix Schmidt

Ungebundener Finanzberater aus Heide. Seit über 12 Jahren begleitet er Akademikerinnen und Akademiker, mehr als 1.000 Mandanten deutschlandweit, ungebunden mit einer Auswahl aus über 310 Partnern. 5,0 Sterne bei 77 Google-Bewertungen. Mehr über Felix →

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Basierend auf 77 echten Rezensionen
Das sagen Mandanten

77 Rezensionen. 5,0 von 5 Sternen.

Keine bezahlten Testimonials, sondern echte Stimmen von Menschen, die ich begleite. Nachlesbar bei Google.

M
Michel K.vor einem Jahr
Was mir besonders gefällt ist die Vertrautheit, mit der Felix mich betreut. Als Laie habe ich nur wenig Ahnung von Depots bzw. Finanzprodukten. Felix hat es mir ruhig und einfach erklärt.
Rezension auf Google
A
Arno L.vor einem Jahr
Ich war sehr positiv überrascht von der kompetenten und transparenten Beratung und konnte einiges an Kosten einsparen und zudem auch eine Menge Wissen mitnehmen.
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M
Marcel S.vor 9 Monaten
Toller Beratungsansatz! Durch die offenen und transparenten Termine konnte ich immer nachvollziehen, woran wir gemeinsam arbeiten. Die Themen wurden professionell Schritt für Schritt erklärt.
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K
Kim J.vor 3 Wochen
Hervorragend Beratung. Es wird einem alles so erklärt, dass man wirklich alles verstehen kann. Herr Schmidt ist ein absolut umgänglicher Mensch, man fühlt sich sehr gut aufgehoben.
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J
Johanna L.vor 7 Monaten
Ich bin wirklich froh, mich für die Beratung bei Felix entschieden zu haben. Von Anfang an hatte ich ein sehr gutes Gefühl – ehrlich, transparent und auf Augenhöhe.
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R
Rebecca K.vor 3 Monaten
Einfach super tolle Begleitung und Beratung in Bezug auf verschiedenste Themen. Was ich am besten finde, ist die Transparenz bei allem, was erklärt und an Verträgen abgeschlossen wird!
Rezension auf Google

Auszüge aus echten Google-Rezensionen, teils gekürzt, Namen abgekürzt. Bewertungen von Teammitgliedern sind nicht berücksichtigt.

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