01IT in Zahlen: Wege, Gehälter, Karrieresprünge
In der IT führen viele Wege zum Ziel: Informatik- oder Wirtschaftsinformatik-Studium, duales Studium, Ausbildung zum Fachinformatiker oder Quereinstieg. Gehalt und Karriere hängen stärker an Spezialisierung und Arbeitgeber als am Abschluss.
| Kennzahl (2026, brutto pro Jahr) | Wert |
|---|---|
| Einstieg mit Bachelor Informatik | ca. 46.000 € |
| Einstieg mit Master Informatik | ca. 51.500 € |
| Softwareentwickler, Median | 73.164 € |
| Informatiker, Median | über 89.400 € |
Typisch für die Branche: schnelle Gehaltssprünge durch Jobwechsel, variable Bestandteile wie Aktien oder Beteiligungen und ein fließender Übergang in die Freiberuflichkeit. Das Einkommen steigt schnell, die Struktur dahinter fehlt oft.
02Das Problem: Schnelle Karriere, viele Jobwechsel, kein System
In der IT steigen Gehälter oft schnell, Jobwechsel sind häufig, und neben dem Gehalt gibt es Boni, Mitarbeiteraktien oder virtuelle Beteiligungen. Das klingt nach idealen Voraussetzungen für Vermögensaufbau, und das sind sie auch. Trotzdem sehe ich bei IT-Fachleuten häufig dieselben Muster.
Mit jedem Jobwechsel entsteht ein neuer bAV-Vertrag, der alte wird vergessen. Beteiligungen konzentrieren das Vermögen beim Arbeitgeber. Gespart wird nebenbei über eine App, ohne Ziel und ohne Absicherung. Und die Berufsunfähigkeit wird aufgeschoben, obwohl Bürotätigkeiten gerade jetzt besonders günstig zu versichern wären.
IT-Fachleute denken in Systemen und Automatisierung. Genau das brauchen auch ihre Finanzen: ein System, das einmal sauber aufgesetzt wird und dann automatisch läuft.
Erster Arbeitgeber, erste bAV, ein Depot in der App.
Mehr Gehalt, neue bAV, Mitarbeiteraktien. Die alte bAV ruht.
RSUs, Bonus, noch eine bAV. Niemand weiß mehr, was wo liegt.
Fünf Verträge, drei Logins, kein Plan, ob es fürs Ziel reicht.

Bei Mitarbeiteraktien gilt: Dein Gehalt hängt schon an deinem Arbeitgeber. Halte nicht auch noch dein Vermögen dort konzentriert.
03Worum es IT-Fachleuten wirklich geht
In der IT ändert sich vieles schnell: Gehalt, Arbeitgeber, Technologien. Finanziell bleibt dabei oft ein Flickenteppich zurück.
- Aus drei Jobwechseln habe ich drei bAV-Verträge und keinen Überblick.
- Mitarbeiteraktien machen einen großen Teil meines Vermögens aus.
- Ich überlege, freiberuflich zu werden, und weiß nicht, was das finanziell bedeutet.
- Ein aufgeräumtes System, das jeden Jobwechsel mitmacht.
- Ein Vermögen, das nicht an einem einzigen Arbeitgeber hängt.
- Die Sicherheit, den Schritt in die Selbstständigkeit gehen zu können.
04Worauf es in der IT ankommt
Reine Bürotätigkeit wird meist günstig eingestuft. Früh abschließen lohnt sich doppelt.
Mitarbeiteraktien oder Optionen sind Chance und Klumpenrisiko zugleich. Sie gehören in die Gesamtstrategie.
bAV und Absicherung müssen jeden Wechsel mitmachen, ohne dass Lücken entstehen.
Sabbatical oder Gründung brauchen freies Vermögen außerhalb gebundener Vorsorge.
Dein Lebenseinkommen in einer Zahl
Dein wichtigstes Asset ist nicht dein Depot, sondern deine Arbeitskraft. So viel ist sie wert.
Netto × 12 × Jahre bis 67, ohne Gehaltssteigerungen.
06Mitarbeiteraktien und Beteiligungen richtig einordnen
- Klumpenrisiko: Läuft es beim Arbeitgeber schlecht, sind Job und Vermögen gleichzeitig betroffen.
- Steuern: Der geldwerte Vorteil wird als Arbeitslohn versteuert. Für bestimmte Mitarbeiterbeteiligungen gibt es einen steuerfreien Freibetrag von bis zu 2.000 € im Jahr.
- Sperrfristen: Oft dürfen Aktien erst nach einer bestimmten Zeit verkauft werden.
- Strategie: Regelmäßig einen Teil verkaufen und in breit gestreute ETFs umschichten.
Steuerliche Regeln vereinfacht dargestellt, ersetzt keine Steuerberatung.
07Dein Finanz-System in 5 Bausteinen
- Notgroschen: 3 bis 6 Monatsausgaben, gerade bei Jobwechseln wichtig. Mehr
- BU: Früh und günstig sichern. Mehr
- bAV: Bei jedem Arbeitgeber prüfen und alte Verträge erfassen. Mehr
- ETF-Sparplan: Automatisch, mit jeder Gehaltserhöhung erhöht. Mehr
- Freiheitskonto: Für Sabbatical, Gründung oder früheren Ruhestand. Ziele-Rechner
08Wechsel in die Selbstständigkeit?
Viele IT-Fachleute überlegen irgendwann, als Freelancer zu arbeiten. Dann ändern sich Krankenversicherung, Altersvorsorge und Absicherung grundlegend: kein Arbeitgeberzuschuss, keine gesetzliche Rentenversicherung (je nach Tätigkeit), dafür ab 2027 Zugang zum Altersvorsorgedepot. Die Details: Finanzplanung für Selbstständige und Berufshaftpflicht für IT-Freelancer.
09Womit IT-Fachleute finanziell ständig zu tun haben
- Häufige Jobwechsel: Jede Station hinterlässt einen bAV-Vertrag, eine Abrechnung, einen offenen Punkt.
- Aktienpakete und Beteiligungen: RSUs, ESOPs oder virtuelle Anteile mit eigenen Steuerregeln.
- Freelancing: Höherer Tagessatz, aber keine Lohnfortzahlung, keine bAV, Statusfragen.
- Gutes Gehalt, wenig System: Das Geld liegt auf dem Konto oder in einzelnen Apps ohne Plan.
10Profi-Tipps für die IT
- RSUs verstehen: Beim Vesting gelten die Aktien als Arbeitslohn und werden versteuert, auch wenn du sie behältst. Wer nicht verkauft, baut schnell ein Klumpenrisiko im eigenen Arbeitgeber auf.
- bAV bei jedem Wechsel mitdenken: Unverfallbare Ansprüche bleiben dir. Prüfe, ob du den Vertrag zum neuen Arbeitgeber mitnehmen oder beitragsfrei stellen solltest.
- BU früh und günstig: Reine Bürotätigkeit wird meist sehr gut eingestuft. Jung und gesund abgeschlossen, bleibt der Beitrag jahrzehntelang niedrig.
- Vor dem Freelancing rechnen: Vom Tagessatz gehen Krankenversicherung, Altersvorsorge, Urlaub, Krankheit und Leerlauf ab. Der Statusfeststellungsantrag schützt vor Scheinselbstständigkeit.
- Arbeitsmittel absetzen: Computer und Software können sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben werden, dazu Homeoffice-Pauschale und Fortbildungen.
11Was meine Beratung für IT-Fachleute konkret bringt
Alle alten Verträge geprüft, gebündelt oder sinnvoll stillgelegt.
Steuern, Klumpenrisiko und Verkaufsstrategie in deinem Gesamtplan.
BU und Vorsorge mit Optionen für Gehaltssprünge und den Weg in die Selbstständigkeit.
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