01So rechnet der Rechner
Transparenz ist mir wichtig. Deshalb steht hier genau, was im Rechner passiert. Alles wird Monat für Monat simuliert, nicht mit einer groben Formel.
Jedes Jahr wird die Vorabpauschale berechnet: Wert zu Jahresbeginn × Basiszins × 70 %, höchstens der tatsächliche Wertzuwachs, im Kaufjahr anteilig. Davon sind bei Aktien-ETFs 30 % steuerfrei, der Sparerpauschbetrag wird abgezogen.
Verkauft wird nach dem FIFO-Prinzip: Die ältesten Anteile mit dem höchsten Gewinn gehen zuerst. Bereits versteuerte Vorabpauschalen werden angerechnet. Abgeltungsteuer 25 % plus Soli, auf Wunsch Kirchensteuer, mit Günstigerprüfung.
Keine Steuer, keine Vorabpauschale, auch Umschichtungen bleiben steuerfrei. Dein Geld arbeitet komplett weiter.
Steuerpflichtig ist nur der Gewinnanteil jeder Auszahlung. Davon sind 15 % steuerfrei, und ab 62 nach 12 Jahren Laufzeit zählt nur die Hälfte: 42,5 % des Gewinns mit deinem persönlichen Steuersatz. Vorher gilt die Abgeltungsteuer.
Das Kapital wird mit dem Rentenfaktor verrentet. Steuerpflichtig ist nur der Ertragsanteil, mit 67 zum Beispiel 17 % der Rente.
Beide Wege bekommen dieselben Einzahlungen, dieselbe Rendite und ihre eigenen Kosten. Der Rechner sucht dann die Netto-Entnahme, die bis zum gewählten Alter reicht.
Bewusst vereinfacht: konstante Rendite, Basiszins über die gesamte Laufzeit wie eingegeben, Steuer auf die Vorabpauschale wird aus dem Depot bezahlt, bei der ETF-Rente kein Sparerpauschbetrag. Rechtsstand 2026, ohne Gewähr. Keine Steuerberatung.
02Entnahmeplan oder lebenslange Rente?
Das ist die wichtigste Frage für deine Auszahlphase. Beides hat seine Berechtigung, und mit der ETF-Rente musst du dich nicht schon heute festlegen: Du entscheidest erst bei Rentenbeginn, ob du verrentest, entnimmst oder kombinierst.
| Entnahmeplan | Lebenslange Rente | |
|---|---|---|
| Zahlt wie lange? | bis das Kapital aufgebraucht ist | so lange du lebst |
| Flexibel? | jederzeit Betrag ändern oder Geld entnehmen | feste monatliche Zahlung |
| Restkapital vererbbar? | ja, was übrig ist | je nach Vertrag über Rentengarantiezeit oder Kapitalrückgewähr |
| Risiko, dass das Geld ausgeht | ja, wenn du sehr alt wirst oder die Börse schwach läuft | nein, die Rente ist lebenslang |
| Steuer | auf den Gewinnanteil jeder Auszahlung | nur auf den Ertragsanteil, mit 67 sind das 17 % |
Viele meiner Mandanten kombinieren beides: einen Teil als lebenslange Rente für die festen Kosten, den Rest als flexiblen Entnahmeplan für Reisen, Familie und Unvorhergesehenes. Mehr zur ETF-Rente und zum Vergleich mit dem ETF-Sparplan.

Rechne beide Wege immer mit denselben Einzahlungen. Und setz die Kosten so an, wie sie in deinem echten Angebot stehen, nicht wie im Prospekt.
03Fünf Stellschrauben, die am meisten bewirken
- Früh starten: Zehn Jahre mehr Laufzeit bewirken oft mehr als die doppelte Sparrate. Probier es oben mit dem Schnellstart aus.
- Kosten niedrig halten: 0,5 Prozentpunkte weniger Kosten im Jahr machen über 30 Jahre einen fünfstelligen Unterschied. Beim Depot wie bei der ETF-Rente gilt: auf den Anbieter achten.
- Steuersatz im Alter realistisch ansetzen: Je niedriger er in der Rente ist, desto stärker wirkt das Halbeinkünfteverfahren der ETF-Rente.
- Die 12-Jahres-Frist im Blick behalten: Bei der ETF-Rente lohnt es sich, den Vertrag früh genug abzuschließen, damit bei Rentenbeginn 12 Jahre Laufzeit erreicht sind.
- Entnahme an die Inflation koppeln: 2 % Steigerung pro Jahr halten deine Kaufkraft stabil. Der Rechner zeigt dir, ob dein Kapital dafür reicht.